Rechner · Kinderdepot
Ein Start, der nichts mit Herkunft zu tun hat
In Deutschland entscheidet die Herkunft stärker über die Zukunft als in fast jedem anderen Land. Eine Studie des ifo Instituts von 2025 zeigt: Der Einfluss des Elterneinkommens auf Bildung und späteres Einkommen der Kinder hat sich innerhalb einer einzigen Generation verdoppelt – die Aufstiegschancen sind heute so gering wie in den USA. Wer welches Startkapital mitbekommt, ist längst keine Kleinigkeit mehr. Es ist eine der größten Weichen im Leben eines Kindes.
Ein Kinderdepot ist eine Möglichkeit, diese Kette zu durchbrechen. Nicht, weil dein Kind reich werden soll – sondern weil es mit etwas ins Leben starten darf, das nichts mit Herkunft oder Glück zu tun hat, sondern nur mit Zeit. Und Zeit hat dein Kind reichlich. Über 18 Jahre macht der Zinseszins aus kleinen, regelmäßigen Beträgen eine Summe, die echte Wahlfreiheit bedeutet: Ausbildung, erste Wohnung, ein Puffer, der nicht von Mama und Papa abhängt.
Das Beste daran: Du brauchst kein Vermögen und kein Finanzstudium. 25 € im Monat sind ein Anfang, der zählt – und du gibst gleichzeitig etwas weiter, das mehr wert ist als das Geld selbst: das Wissen, dass Finanzen für jede und jeden da sind. Dieser Kinderdepot-Rechner zeigt dir, was aus kleinen Beträgen werden kann. Ehrlich, ohne Anmeldung, ohne versteckte Produktverkäufe.
Optional – z. B. angespartes Geld oder ein Geldgeschenk zur Geburt.
Optional – Oma zu Weihnachten, Geburtstag, Taufe … alles, was jährlich dazukommt.
Bis wann soll gespart werden?
Depotwert mit 18
bei 6 % Rendite pro Jahr, über – Jahre. Ein Teil davon ist dein eingezahltes Geld – der Rest ist geschenkte Zeit.
Eingezahlt und geschenkt
Der gelbe Teil ist das Geld, das für dein Kind gearbeitet hat – ganz ohne dein Zutun.
Dein Anteil am Ergebnis
So viel Prozent des Depotwerts hast du selbst eingezahlt – den Rest hat die Zeit erledigt.
Zum Einordnen
Nur als Gefühl dafür, was so eine Summe im echten Leben bedeuten kann.
Kein Themen-Schnickschnack nötig. Kein KI-ETF, kein Gaming-Fonds fürs Kind. Ein breit gestreuter Welt-ETF, ein Sparplan, viel Zeit – das ist das ganze Geheimnis. Und du brauchst keine 50 €: 25 € sind besser als warten. Wie du das Depot konkret eröffnest, liest du gleich unten.
Vereinfachte Modellrechnung: 6 % Rendite p. a., monatliche Einzahlung, Einmalbetrag zu Beginn, jährliche Extra-Zahlung einmal pro Jahr. Ohne Steuern, Gebühren und Inflation, ohne Berücksichtigung von Kursschwankungen. Kapitalmärkte schwanken – über lange Zeiträume glättet sich das erfahrungsgemäß, garantiert ist es nicht. Keine Anlageberatung, sondern Finanzbildung – deine eigene Entscheidung bleibt deine.
Gut zu wissen
Steuern & Freibeträge beim Kinderdepot
Die gute Nachricht zuerst: In der Praxis bleibt ein Kinderdepot fast immer steuerfrei. Warum das so ist – und wo die Grenzen liegen, die du kennen solltest.
Muss das Depot auf den Namen des Kindes laufen?
Wichtig zu wissen: Geld im Kinderdepot gehört rechtlich dem Kind. Mit 18 gehört das Depot dem Kind allein – es entscheidet dann selbst darüber. Und einmal eingezahltes Geld darfst du nicht für eigene Zwecke zurückholen.
Welche Freibeträge hat mein Kind? (2026)
- Sparerpauschbetrag: 1.000 €/Jahr – dafür brauchst du nur einen Freistellungsauftrag beim Depot-Anbieter (5 Minuten online).
- Grundfreibetrag: 12.348 €/Jahr – solange das Kind kein weiteres Einkommen hat, sind auch Kapitalerträge bis hierher steuerfrei. Dafür brauchst du eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung) vom Finanzamt.
- Sonderausgaben-Pauschbetrag: 36 €/Jahr – kommt on top.
Die eigentliche Grenze: Familienversicherung
Für 2026 liegt diese Grenze bei etwa 7.780 € Kapitalerträgen pro Jahr (565 € Monatsgrenze × 12 + 1.000 € Sparerpauschbetrag). Auch das erreicht ein normales Kinderdepot erst bei einem sehr hohen Depotwert – aber wenn Oma, Opa und Sparplan über Jahre zusammenkommen, lohnt es sich, das im Blick zu behalten.
Gut zu wissen: Nur tatsächliche Erträge zählen (Ausschüttungen, Zinsen, bei thesaurierenden ETFs die Vorabpauschale). Ein bloß gestiegener Depotwert auf dem Papier zählt nicht.
Und später: BAföG & Schenkung
- BAföG: Beim Kind gilt (Stand 2026, unter 30 J.) ein Vermögensfreibetrag von 15.000 €. Liegt das Depot darüber, kann sich der BAföG-Anspruch im Studium mindern.
- Schenkung: Eltern dürfen jedem Kind alle 10 Jahre bis 400.000 € steuerfrei schenken, Großeltern 200.000 € – die normalen Sparraten liegen weit darunter, das ist also kein Thema.
Stand 2026. Freibeträge und Grenzen können sich ändern; dies ist Finanzbildung, keine Steuerberatung. Bei größeren Summen oder Unsicherheit lohnt der Gang zur Krankenkasse (Familienversicherung) oder zu einer Steuerberatung.
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Wie du das Depot wirklich eröffnest
Die Zahl steht – aber welcher ETF, welcher Anbieter, und was gilt bei gemeinsamem Sorgerecht? Der Kinderdepot-Guide nimmt dich Schritt für Schritt mit.
