Nicht investieren ist auch eine Entscheidung – wofür Mutschwestern steht

Warum ich Mutschwestern gegründet habe – und warum Nicht-Investieren keine neutrale Option ist, sondern die teuerste.


Hi, ich bin Christina – und das hier ist kein Finanzblog wie die anderen

Ich schreibe hier nicht, weil ich es geschafft habe. Ich schreibe, weil ich mittendrin stecke – genau wie du wahrscheinlich auch. Ich bin 44, Mutter von zwei Kindern, war lange alleinerziehend und habe mir das Investieren selbst beigebracht. Spät. Mit Angst vor dem ersten Schritt. Ich bin Pragmatikerin und Idealistin zugleich – und ja, Feministin. Heute weiß ich: Es ist einfach schwer, ein Thema für sich zu entdecken, das nirgendwo vorkam. Nicht im Elternhaus, nicht in der Schule, nicht in Gesprächen mit Freundinnen. Als Mädchen und junge Frau hatte ich andere Themen – und ehrlich gesagt: Ich habe mich auch selbst nicht dafür interessiert. Woher hätte das Interesse auch kommen sollen?

Die ganze Geschichte – warum die Geburt meiner Tochter alles verändert hat und was 1958 damit zu tun hat – findest du auf [Meine Geschichte]. Hier soll es um etwas anderes gehen: um meine Haltung. Denn Mutschwestern ist kein neutraler Ratgeber. Mutschwestern hat eine Meinung. Diese hier.

1. Die Wissenslücke ist strukturell – nicht deine Schwäche

Wenn du beim Thema Geld das Gefühl hast, „zu doof“ oder „zu spät dran“ zu sein: Das hat nichts mit dir zu tun. Bis 1958 verwaltete in Deutschland der Ehemann per Gesetz das Gehalt seiner Frau. Bis 1977 brauchte eine Frau seine Erlaubnis, um arbeiten zu gehen. Unsere Großmütter durften das Wissen, das uns heute fehlt, nie besitzen – wie hätten sie es weitergeben sollen?

Frauen bekommen Tipps zum Abnehmen, zur Haarpflege, zur Erziehung. Aber doch nicht zu Finanzen. Genau diese Lücke ist keine persönliche Schwäche. Sie ist strukturell. Und deshalb kann sie geschlossen werden – von dir, ab heute.

2. Nicht investieren ist auch eine Entscheidung

Viele Frauen glauben, sie hätten „noch keine Entscheidung getroffen“, solange ihr Geld auf dem Konto liegt. Die Wahrheit ist unbequemer: Das ist bereits eine Entscheidung. Die Entscheidung, dass dein Geld jedes Jahr ein bisschen weniger wert wird, während die Rentenlücke ungerührt auf dich wartet.

Ich sage das nicht, um dir Angst zu machen. Panik ist ein schlechter Berater. Ich sage es, weil ich selbst jahrelang „nichts entschieden“ habe – und heute weiß, was mich dieses Warten gekostet hat.

3. Du musst nicht alles verstehen, um anzufangen

Im Studium habe ich zugesehen, wie Kommilitonen wie selbstverständlich Aktien kauften, und dachte: Das verstehe ich eh nicht. Heute weiß ich: Man muss kein BWL-Studium haben und keine Kurscharts lesen können. Man muss ein paar Grundprinzipien verstehen – und die sind verstehbar. Für jede von uns.

Perfekt ist der Feind von angefangen. Mein erster Sparplan war nicht optimal. Er war trotzdem tausendmal besser als kein Sparplan.

4. Finanzen sind ein Frauenthema. Wir wurden nur lange nicht mitgedacht

Niemand hat uns aktiv erzählt, dass Geld nichts für uns sei. Das Thema fand einfach ohne uns statt. Finanzen wurden von den Männern geregelt, und dass eine Frau sich scheiden lassen und allein zurechtkommen müsste, war in diesem Plan schlicht nicht vorgesehen. Das Patriarchat ist darauf nicht ausgelegt. Die Realität ist es aber sehr wohl:

Frauen bekommen deutlich weniger Rente als Männer. Alleinerziehende tragen eines der höchsten Armutsrisiken. Etwa jede fünfte Frau über 65 ist armutsgefährdet. Das sind keine abstrakten Zahlen – das sind Lebensläufe. Meiner war fast einer davon.

Deshalb glaube ich: Es gibt kaum ein feministischeres Thema als Geld. Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, eigene Entscheidungen treffen zu können. Bleiben oder gehen. Ja sagen oder nein. Aus Überzeugung – nicht aus Abhängigkeit.

5. Wir Frauen müssen uns gegenseitig supporten

Diese Lücke schließt niemand für uns – wir schließen sie zusammen. Deshalb glaube ich an Schwesternschaft: uns unterstützen, wo wir können. Wissen teilen, statt es für uns zu behalten. Über Geld reden, statt zu schweigen. Und sichtbar werden – denn nur wenn wir sichtbar sind, werden auch unsere Themen sichtbar: die Rentenlücke, die Teilzeitfalle, die unbezahlte Care-Arbeit.

Genau dafür steht der Name: Mutschwestern.

6. Auf Augenhöhe – oder gar nicht

Was du bei Mutschwestern nicht findest: Fachchinesisch, Bro-Kultur, erhobene Zeigefinger, Renditeversprechen und „Geheimtipps“. Was du findest: Erklärungen wie unter Freundinnen, echte Zahlen, ehrliche Rechnungen – und jemanden, der weiß, wie sich die Angst vor dem ersten Schritt anfühlt, weil sie sie selbst hatte.

Ich bin keine Beraterin, die von oben herab doziert. Ich bin ein paar Schritte voraus auf einem Weg, den ich selbst noch gehe. Und ich nehme dich mit.

Dein erster Schritt – heute, nicht irgendwann

Das Beste, was ich meiner Tochter mitgeben kann, ist nicht das Geld in ihrem Depot. Es ist das Wissen, warum es da ist. Und das Beste, was ich dir mitgeben kann, ist der Mut, deins aufzubauen.

Wenn du da anfangen willst, wo ich gern angefangen hätte: Hol dir den kostenlosen 5-Schritte-Fahrplan zum ersten ETF-Sparplan – direkt in dein Postfach. [CTA-Button: Fahrplan holen]

Oder rechne zuerst deine eigene Zahl aus: [Link zum Rentenlückenrechner]

Schön, dass du hier bist.

Christina


Hinweis: Alle Inhalte auf Mutschwestern sind Finanzbildung, keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert